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By Burkart Lutz (auth.), Burkart Lutz, Hildegard M. Nickel, Rudi Schmidt, Arndt Sorge (eds.)

Burkart Lutz 1. Schwächen und Verkürzungen der frühen Transformationsforschung Die tiefgreifenden Veränderungen in den wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen Ostdeutschlands und in den Lebensbedingungen und Lebens­ chancen der ostdeutschen Bevölkerung, die im Gefolge der deutschen Einheit vonstatten gingen, lösten - unterstützt durch eine größere Zahl von Förder­ programmen - einen regelrechten growth an Untersuchungen aus, für die sich sehr schnell der Oberbegriff der "Transformationsforschung" durchsetzte. Ih­ ren Fragestellungen und den Analysen und Interpretationen der Veröffentli­ chungen, die aus ihnen hervorgingen, lag nahezu durchgängig eine Argumen­ tationsfigur zugrunde, die weit über die Wissenschaft hinaus die öffentliche Diskussion bestimmte und die guy geradezu als Paradigma der frühen Trans­ formationsforschung bezeichnen kann. Sie läßt sich ohne unzulässige Verein­ fachung in zwei Thesen zusammenfassen: 1. Der rasche move der westdeutschen Institutionen in die ostdeutsche Wirtschaft und Gesellschaft löste Anpassungsprozesse in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen aus, die früher oder später - spontan oder mit Unterstützung staatlicher Hilfsprogramme - in einer weitgehenden Angleichung an die Verhältnisse münden werden, die sich in West­ deutschland (wie in allen anderen westlichen Industrienationen) seit dem zweiten Weltkrieg herausgebildet haben. 2. Die westlichen Verhältnisse liefern demzufolge die adäquate Folie und die zu ihrer examine entwickelten Konzepte und Methoden das geeignete tool zur Untersuchung der transformationsbedingten Veränderun­ gen.

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Burkart Lutz 1. Schwächen und Verkürzungen der frühen Transformationsforschung Die tiefgreifenden Veränderungen in den wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen Ostdeutschlands und in den Lebensbedingungen und Lebens­ chancen der ostdeutschen Bevölkerung, die im Gefolge der deutschen Einheit vonstatten gingen, lösten - unterstützt durch eine größere Zahl von Förder­ programmen - einen regelrechten growth an Untersuchungen aus, für die sich sehr schnell der Oberbegriff der "Transformationsforschung" durchsetzte. Ih­ ren Fragestellungen und den Analysen und Interpretationen der Veröffentli­ chungen, die aus ihnen hervorgingen, lag nahezu durchgängig eine Argumen­ tationsfigur zugrunde, die weit über die Wissenschaft hinaus die öffentliche Diskussion bestimmte und die guy geradezu als Paradigma der frühen Trans­ formationsforschung bezeichnen kann. Sie läßt sich ohne unzulässige Verein­ fachung in zwei Thesen zusammenfassen: 1. Der rasche move der westdeutschen Institutionen in die ostdeutsche Wirtschaft und Gesellschaft löste Anpassungsprozesse in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen aus, die früher oder später - spontan oder mit Unterstützung staatlicher Hilfsprogramme - in einer weitgehenden Angleichung an die Verhältnisse münden werden, die sich in West­ deutschland (wie in allen anderen westlichen Industrienationen) seit dem zweiten Weltkrieg herausgebildet haben. 2. Die westlichen Verhältnisse liefern demzufolge die adäquate Folie und die zu ihrer examine entwickelten Konzepte und Methoden das geeignete tool zur Untersuchung der transformationsbedingten Veränderun­ gen.

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